#StopWatchingUs: Wir fordern das Recht auf unsere Privatsphäre ein!
Update: Freitag, 4 Oktober, 2013 22:02

aus soliserv, 04.09.2013
Köln/Bergisch Gladbach.

Für die Veröffentlichung dieser Dokumente stellte der Geheimnisträger Edward Snowden sein ganzes Leben auf den Kopf. Er verließ die USA und somit seine Familie und die Lebensgefährtin. Er verzichtet auf sein üppiges Gehalt als Techniker und lebt unter falschen Namen in Russland. Noch weiß niemand, wo er sich in einem Jahr aufhalten wird. Die US-Behörden werden sicher nicht aufhören, ihn wegen seiner Publikationen zu jagen. Kürzlich sprach sich der Ex-Chef der NSA, Michael Hayden, für eine gezielte Tötung des Landesverräters aus.

Dabei hob Snowden nur einen Zipfel des Vorhanges hoch, der uns davon abhält zu erfahren, womit die Geheimdienste wirklich beschäftigt sind.

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Nach der Berichterstattung der Medien ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung. Schlagartig wurde den Menschen bewusst, dass niemand mehr vor einer Bespitzelung sicher ist. Unter dem Strich hat sich politisch gesehen wenig bis gar nichts getan. Zwar wurde von höchster Stelle verkündet, man werde die Vorgänge eingehend prüfen. Doch leider ist weder von der alten Bundesregierung, noch von den Gewinnern der letzten Bundestagswahl zu erwarten, dass man die Geheimdienste nachhaltig in ihre Schranken weisen wird. Schon nach wenigen Tagen versuchte Ronald Pofalla, der Chef des Bundeskanzleramtes die Spähaffaire künstlich zu beenden. Die Entscheidungsträger von Schwarz-Gelb waren an einer umfassenden Aufklärung nicht interessiert. Wenn wir nicht selbst für unsere Belange einstehen, wird es niemand tun!

Dabei gelten die Überwachungsmaßnahmen nicht nur der gezielten Terrorabwehr, wie man es stets behauptet. Die US-Geheimdienste versuchen systematisch das geistige Eigentum fremder Unternehmen abzusaugen, um der US-Wirtschaft einen Vorteil zu verschaffen. Auch waren beispielsweise führende Mitarbeiter der Europäischen Union und von befreundeten Nationen Ziel der Schnüffelaktionen der US-Geheimdienste.

 

Lasst uns in Ruhe: #StopWatchingUs !

Am 26. Oktober wird ein breites Bündnis bestehend aus vielen unterschiedlichen Organisationen mit Kundgebungen in verschiedenen Städten auf diese Problematik hinweisen. Bislang sind Demonstrationen in Düsseldorf, Köln, München, Lübeck und Heidelberg geplant.

Für die Wahrung der eigenen Privatsphäre und unserer Freiheit muss jeder selbst auf die Straße gehen, das wird niemand stellvertretend für uns tun. Eines steht fest: Wenn wir dieses Thema ruhen lassen, werden die Politiker die Machenschaften der Geheimdienste schneller in ihren Schubladen verstauben lassen, als es uns lieb ist.

 

Weitere Informationen:

https://twitter.com/StopWatchingCGN
https://www.facebook.com/stopwatchingcgn
https://www.facebook.com/events/1419582731586460/

Düsseldorf: http://www.stopwatchingus-duesseldorf.org/
Heidelberg: http://www.stopwatchingus-heidelberg.de/
Köln: http://cologne.demonstrare.de/


Text: Lars Sobiraj:  http://lars-sobiraj.de

 
 

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